Die komfortable Unterbringung im Tagungshotel des DRK und die Gastfreundschaft in den großzügigen Räumen der WBH boten den mehr als 20 Aktiven aus zahlreichen Hörzeitungteams Raum für viele neue Erfahrungen. Ein Rückblick auf die Geschichte der atz von der „Tonband-Zeitung“ bis heute und eine Führung durch Studios, Archiv, Technik und Produktion der Hörbücherei bildeten den Auftakt und machten deutlich, dass unsere Hörmedien zwar im Zuge des digitalen Fortschritts für blinde Menschen nicht lebensnotwendig sein mögen, aber doch in ihren Besonderheiten für viele eine unverzichtbare Bereicherung ihres Alltags sind.
Ein Schwerpunkt des Wochenendes war das Thema Sprechen. WBH-Sprecherin Manuela Reiser gestaltete einen Vormittag über „Atem – Stimme – Artikulation“ mit vielen praktischen Übungen für das professionelle Sprechen am Mikrofon. Am Nachmittag begleitete ihre Kollegin Dagmar Brand die atz-Sprecherinnen und -Sprecher in kleinen Gruppen bei vertieften Mikrofonübungen im Studio.
Parallel widmeten sich die Teilnehmenden weiteren wichtigen Themen aus der Hörzeitungsarbeit. Zur Frage „Was liest man wie?“ diskutierten sie zum Beispiel über die Stimmführung beim Lesen von Interviews und lernten, dass man es nicht immer mit einem Zitat zu tun hat, wenn einem Anführungsstriche begegnen. Christa Mischke, die in WBH und atz für verschiedene Zeitschriften liest, wird mit ihrer Zusammenstellung solcher Beispiele die „ewige Beispielsammlung“ auf der atz-Homepage erweitern.
Auch für die Aufnahmetechnik interessierten sich einige der teilnehmenden Aktiven. Laptop und Mikrofon anschließen ist einfach, aber beim Arbeiten lässt sich manches verbessern. Vom Aufbau des Mikrofons bis zur richtigen Bedienung der Aufnahmeprogramme wurden viele Tipps ausgetauscht. Einigen Raum nahm auch die Daisy-Struktur ein, die unseren Hörerinnen und Hörern eine Hilfe beim Navigieren in der Hörzeitung sein soll – wenn man sie denn richtig einsetzt.
Mit der Erfahrung aus über 40 Jahren Redaktionenkonferenz führten Jörg Tomzig und Hermann Dremel durch das Wochenende. Große Unterstützung und viel Zuspruch erlebten die ehrenamtlichen Gäste dabei vom Team der WBH, von dem viele teilnahmen und auch im Hintergrund mitwirkten. Die atz ist in der WBH angekommen und die Bedeutung der Ehrenamtlichen anerkannt. Mit neuen Ideen, auch über die einzelnen Redaktionen hinaus, fuhren die Teilnehmenden nach Hause.