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Die Diskussion ist fast so alt wie die Hörzeitung: Braucht man zur akustischen Trennung von Artikeln in einem Hörmagazin einen Signalton? Für die einen ist er akustischer Müll, den anderen wünschen ihn zur Auflockerung oder Orientierungshilfe. Wenn man sich aber für einem solchen „Jingle“ entschieden hat, sollte man ein paar grundsätzliche Dinge beachten.

Artikel gelesen, Stopptaste gedrückt. Und gleich den nächsten Text. So haben wir immer schon Hörzeitungen aufgenommen. Dabei kann es passieren, dass für unsere Hörer der nächste Artikel so eng auf den vorigen folgt, dass kein Moment zum Denken bleibt.

Eine etwas längere Pause hilft. Dazu sollte man am Ende eines Artikel zwei bis drei Sekunden warten, bevor man die Aufnahme stoppt. Oder man baut dort einen akustischen Trenner ein, beim Radio „Jingle“ genannt. Hier können Sie nachlesen, wie wir bereits im Jahr 2008 das Jingle-Pro-und-Contra diskutierten.

Früher stellte man sich ein Weinglas oder einen Gong neben das Mikro, anzuschlagen nach jedem gelesenen Artikel. Bastler schraubten Zweiklanggong, Klingeltrafo und Taste auf ein Brett.

In der Daisy-Software haben wir es leichter: Ein Signal ist als Audio-Datei schnell importiert, kopiert, beliebig eingefügt; doch was macht ein gutes Trennsignal aus?

  • Es ist kurz und dezent (weshalb viele das Weinglas dem Gong vorzogen).
  • Es schafft Verbindung und Wiedererkennungswert, wenn es an die Vorspannmelodie anknüpft (wenn man sowas hat). Ein (halber) Takt daraus kopiert kann reichen.
  • Es ist am richtigen Ort: Am Anfang eines Artikels stört es jene Hörerinnen, die von Artikel zu Artikel springen und dann jedes Mal das Signal hören. Als einzelne Sektion nervt es beim Zappen genauso. Nur am Ende innerhalb einer Sektion ist es sinnvoll platziert.
  • Man braucht es nicht, wenn gleich danach eine neue Rubrik akustisch angekündigt wird.
  • Man nimmt das Signal nur, wenn ein Artikel wirklich zu Ende ist, also keine Unterkapitel oder Zusatzinfos in der nächsten Sektion folgen.
  • Wichtig: Es ist nicht zu laut. Die Aussteuerungsanzeige sollte deutlich weniger ausschlagen als beim Text davor. Wer seine Texte eher leise aufnimmt, braucht vielleicht eine leisere Jingle-Datei.

Das Team der atz hilft gerne beim Töne-Basteln oder mit weiteren Informationen.

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